Produktion nachhaltig neu denken

Konzepte für die Vision einer abfallfreien Wirtschaft diskutierte die SPD bei einem Info-Abend online am Donnerstag. Nach Videokonferenzen über Baurecht, Erneuerbare Energien und Verschwörungserzählungen widmeten sich die Genossen diesmal der Notwendigkeit einer Umstellung bei der Warenproduktion.

Daniel Krompass von der „Cradle to Cradle“-Regionalgruppe München verfocht „einen vollkommen neuen Ansatz bei der Produktion unserer Waren“. Es brauche neue Qualitäts- und Innovationskonzepte.

Üblich sei gegenwärtig, aus der Natur Stoffe zu entnehmen, zu Produkten weiterzuverarbeiten und diese dann am Ende ihres Lebenszyklus‘ als Abfall zu entsorgen. Auf Dauer, so Krompass, sei das nicht möglich, „die Stoffmenge ist begrenzt“.

„Cradle to cradle“ definiert als Lösung „qualitativ gute Produkte“. Diese zeichneten sich durch ihre Wiederverwertbarkeit aus: „Ein Produkt, das Abfall wird oder die Gesundheit schädigt oder Mensch und Natur ausbeutet, ist per se von schlechter Qualität“.

Ansatzpunkt für eine wirklich nachhaltige Wirtschaftsform müsse daher die Produktentwicklung sein. Alle Dinge, die verschleißen, müssten so anders produziert oder gänzlich neu entwickelt werden, dass sie wieder in biologische Systeme zurückgehen können.

Alle Dinge, die nur genutzt werden, müssten so produziert oder gänzlich neu entwickelt werden, dass sie wieder in technische Systeme zurückgehen können. Die üblichen Recyclingverfahren seien da nicht hinreichend, monierte Krompass. Ziel müsse „ein kompletter Kreislauf sein, bei dem alle Produktbestandteile einbezogen sind“.

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