Was muss in den Huberwirt gesteckt werden?

Zum ehemaligen Huberwirt läuft gerade eine Untersuchung zum Zustand und Sanierungsbedarf der Immobilie. Architektin Susanne Wehkamp berichtete im Gemeinderat, insbesondere bei der Analyse von verbauten Schadstoffen seien „wohl einige Überraschungen zu erwarten“.

Intensive Debatten gab es im Gemeinderat über die Frage des Vorgehens. Der Untersuchungsauftrag lautet momentan, ein Sanierungskonzept für eine weitere Nutzung als Hotel und Gaststätte zu erstellen. Dann könnte der Huberwirt wieder verpachtet werden.

Der Ansatz sei gewählt worden, weil dieser Gebrauch die Maximalanforderungen etwa an den Brandschutz stelle, erläuterten die Planer. Eine Sanierung für jegliche andere denkbare und am Ort schon diskutierte Nutzung, etwa für Vereine, käme dann in jedem Fall günstiger.

Für die Grünen war das jedoch ein verqueerer Ansatz. Man solle sich doch „erst im Ziel klar werden“, empfahl Leon Eckert. Der aufwändigste Untersuchungsansatz koste schließlich auch das meiste Geld. Bei einer Festlegung auf die weitere Nutzung müsse der Sanierungsplan dann wieder umgeschrieben werden, so dass es effektiver sei, das Ziel vorzugeben.

Grünen-Sprecherin Siglinde Lebich monierte insbesondere, dass der eigens für die Nutzung des Huberwirts eingerichtete Arbeitskreis des Gemeinderats erst einmal getagt habe und das schon Monate her sei. Die Festsetzung der Vorgehensweise wäre dort besser angesiedelt gewesen, so ihr Vorschlag.

Zweite Bürgermeisterin Stefanie Malenke als Sitzungsleiterin betonte ausdrücklich, mit dem Sanierungsauftrag sei „noch nicht festgelegt, in welche Richtung es mit dem Huberwirt geht“. Eine konkretes Ziel der Sanierungsplanung sorge aber für höchstmögliche Kostensicherheit.

Gegen die Stimmen der Grünen entschieden CSU, SPD, FW, BfE/EM/ÖDP und FDP mit 17:5 Stimmen, die Untersuchung für einen Hotel- und Gaststättenbetrieb fortzuführen.

Mitte August erwarten die Planer die Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen. Ab September sollen stichprobenartig Bauteile untersucht werden, um die Erkenntnisse aus den alten Genehmigungsplänen zu verifizieren. Bis Ende des Jahres könne dann eine Maßnahmenempfehlung zur Sanierung mit exakten Kosten vorgelegt werden, kündigte Architektin Wehkamp an. Malenke sagte zu, nach der Sommerpause unverzüglich die Arbeitsgruppe einzuberufen.

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