Am Rande: War da was?

Was ist in den sechs Wochen Sommerpause, in denen sich der Gemeinderat nun nicht mehr getroffen hat, im Ort so geschehen? Nun, Bauanfragen sind aufgelaufen, Projektplanungen wurden vorangetrieben und ein paar Sitzungsprotokolle waren auch noch zu genehmigen, was dann in der ersten Ausschuss-Sitzung am Dienstag abgearbeitet wurde.

Oder war da noch was?

Dass zum ersten Mal in der Echinger Geschichte das Rathaus von der Staatsanwaltschaft durchsucht wurde, dass zwei staatliche Ermittlungsverfahren gegen den Bürgermeister laufen, dass mögliches Fehlverhalten von Bürgermeister und Gemeinderat rauf und runter diskutiert werden?

Keine Silbe dazu gab es bei der ersten öffentlichen Sitzung vom Hauptbetroffenen, Bürgermeister Sebastian Thaler, keine einzige Anmerkung oder Nachfrage von keiner einzigen Gruppierung aus dem Gemeinderat.

Eching im Sommer 2021 – war da was?

Ein Lesermail

  1. Lieber Herr Bachhuber,

    wieso sollte sich Sebastian Thaler in der gestrigen Bauausschuss-Sitzung zu den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihn erklären?

    1. Die momentan laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wg. möglicher Untreue bzw. Wucher unseres 1. Bürgermeisters haben nichts mit Bauanfragen und -genehmigungen zu tun und 2. hat jeder Beschuldigte das Recht, zu möglichen Anklagepunkten zu schweigen. Die Beweisführung obliegt ausschließlich dem Staatsanwalt und nicht dem Beklagten.

    Selbst in einem eventuellen Gerichtsprozess hat der Beklagte keine Pflicht zur Aussage (außer die Angabe seiner Personalien).

    Das Echinger Rathaus ist nun mal kein Gerichtssaal.

    Warten wir alle (bitte auch Sie) das Ergebnis der beiden momentan laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren ab. Falls es zur Anklage in einem oder gar in beiden Fällen kommt, dürfen Sie gerne über den Prozessverlauf berichten (ich glaube, dass viele Echinger Bürger das auch von Ihnen erwarten, denn nicht jeder hat die Zeit oder die Mobilität, als Zuschauer einem Gerichtsprozess persönlich beizuwohnen).

    Mit freundlichen Grüßen
    Guido Langenstück

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