Lesermail zum Artikel „Ein Drama ohne Ende“

Rhetorische Manöver als Wettlauf um Aufmerksamkeit.

Erstaunlich, wozu Geltungsbedürfnis den Menschen verführen kann!

Sybille Schmidtchen

3 Lesermails

  1. Frau Schmidtchen, i woaß ned, wen Sie denn meinen,
    Leit mit Geltungsb´dürfnis kenn i koanen,
    Sie müssa scho konkreta wer´n,
    damit d´ Leit Sie auch verstean.

    I vasteh ja, dass für Eana a Welt z´sammabricht,
    für an SPD-ler ist Basti-Fan sein ja oberste Pflicht,
    aba schaugn’s d´ Malenke Steffi an,
    die applaudiert am Basti ned mehr so spontan.
    Sie gsogd, da Burgameista bei ihr imma abwiegelt
    und sich seid Monat´ nur no einigelt.

    Bei´d Sondasitzung vom Gmoirat war d´Steffi ned allzu verzagt,
    irgendwie fühlte sie sich aber doch gejagd
    und meinte, dass d´ Gmoi jetzt prüfa soll,
    wahrscheinlich hat auch sie die Schnauze jetzt voll.

    Da Burgameister raufte am Echinger See,
    a Auto demolier´n fand er wohl schee.
    Meint´, dass er des als Hilfsschandie vo Eching darf,
    d´ Richterin sei Meinung jedoch verwarf.

    Der Gmoirat ließ sich vom Burgameister dann verhöhnen,
    die Zeche durf´d da Steuazahla löhnen.
    Zum Glück die Steffi des jetzt kapiert
    und sie nun ziemlich ungeniert,
    den Basti hoffentlich bald in Regresse nimmt,
    damit d´ Gmoikass´ wieda stimmt.

    Bleibd Frag´, warum da Basti ned von sich aus löhnt,
    stattdessen alle nur verhöhnt,
    schiebt gerne Advokaten vor
    und der Gmoirat schenkt dem auch noch Ohr.

    Dabei war doch scho längst bekannt,
    dass Bastis Rauferei an jurist´sches Nachspui fand.
    Wie kann man nur so deppert sein
    und fällt auf Basti so herein?

    Sie sollt´n sich mal nach inna kehr´n,
    in´d Hoffnung, man kann Sie noch belehr´n.
    Auch wenn´s Ihnen ned g´fällt,
    für´s Raufen bekommt d´Basti ned mehr unsa Geld.

    I glab, d´ SPD-Fahne wird sinken,
    wenn´s weida reifall´n auf so krumme Tourn, so linken.

    Vielleicht denkn´s ma drüba nach,
    ansonsten wünsch i Eana Gemach, Gemach.
    A scheans Wochenend bei Kerzenschein,
    i mein´s mit Eana ned gemein.

  2. Werte Frau Dr. Schmidtchen,

    es geht den Bürgern hier nicht um Geltungsbedürfnis, sondern um offensichtliche Missstände in der Gemeinde Eching. Die Vielzahl der Zuschriften zu den verschiedensten Themen spricht Bände. Und es sind eben nicht die „Wichtigtuer“, die man überall in den Vereinen, Parteien und der Presse sieht, sondern besorgte und empörte Bürger.

    Diese Missstände und Skandale anzuprangern und bekannt zu machen, ist notwendig und demokratischer Usus, auch wenn es Ihnen als SPD-Mitglied und Teilen der „Bunten“ nicht gefällt.

    Es ist Herrn Thaler mit Hilfe der Rechtsanwaltskanzlei gelungen, den Gemeinderat teilweise mundtot zu machen und die Gemeinde auch noch dafür bezahlen zu lassen. Die freie Presse auszuschalten wird schwerlich gelingen. Deshalb sind solche Zuschriften wichtig und richtig, selbst wenn manche manchmal der Qualität entbehren. Dies übrigens von allen Seiten – siehe die Zuschrift von Herrn Seifert.

    Es geht in vielen Bereichen der Gemeinde gerade drunter und drüber und klare Führung wäre nötig. Dazu bedarf es aber einer unbelasteten, ausschließlich der Gemeinde und dem Gemeinwohl verpflichteten loyalen Führungspersönlichkeit, welche die Sachverhalte klärt und wieder Ordnung herstellt. Herr Thaler ist das nicht.

    Wenn dieser schon nicht zum notwendigen Aufräumen beiträgt, so sollte er wenigstens zurücktreten, um selbiges nicht weiter zu behindern.

    Annette und Dr. Andreas Erb

  3. Sehr geehrte Frau Dr. Schmidtchen,

    erstaunlich, welche Lethargie manche(r) Gemeinderät*in an den Tag legen kann, und zwar über etliche Monate. Und erstaunlich, zu welchen „Glanztaten“ Echings 1. (Noch-)Bürgermeister fähig ist.

    Übrigens: Jede(r) hat ein Recht auf Irrtum.

    Mit freundlichen Grüßen
    Guido Langenstück
    (ehemaliger Thaler-Unterstützer)

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