Bodenpreise im Irrealis

Die Grundstückspreise in Eching erklettern ständig neue Phantasiewerte. Der amtliche Bodenrichtwert für 2018 wurde jetzt mit 1500 Euro je Quadratmeter Bauland ermittelt, in Dietersheim ist er gar auf irreale 1650 Euro gestiegen. Vor zwei Jahren lagen die Werte noch bei 1100 Euro für Eching und 950 Euro für Dietersheim.

Binnen zehn Jahren hat sich der Grundstückspreis in Eching damit nahezu verdreifacht, ausgehend von 550 Euro im Jahre 2008. In Dietersheim hat er sich allein in den letzten vier Jahren verdreifacht, seit 2008 ist er um 243 Prozent gestiegen.

Selbst in Günzenhausen haben sich die Werte seit 2008 annähernd verdreifacht. Heute gilt dort ein Richtwert von 980 Euro, vor zwei Jahren lag der noch bei 750 Euro.

Angesichts dieser Werte sagte Bürgermeister Sebastian Thaler bei der Bürgerversammlung, man müsse für das gemeindliche Wohnbaumodell „wirklich überlegen, dass wir die nächsten Jahre ein vernünftiges Vorgehen finden“. Die Gemeinde gewährt darin einen 30prozentigen Abschlag vom aktuell gültigen Richtwert. In Eching West und Dietersheim Südost müsste sich das dann am Wert 2018 orientieren.

30 Prozent Abschlag auf 1500 oder 1650 Euro sei dann freilich nur noch für Bestverdiener erschwinglich. „Wir müssen als Gemeinde stärker in den Wohnungsbau gehen“, appellierte der Bürgermeister.

 

Ein Lesermail

  1. „30 Prozent Abschlag auf 1500 oder 1650 Euro sei dann freilich nur noch für Bestverdiener erschwinglich.“

    Wie will Herr Thaler das realisieren? Schließlich sind Bestverdiener vom Wohnbaumodell kategorisch ausgeschlossen?

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