Mehr Wohnraum an der Alten Ziegelei

Zur weiteren Entwicklung des alten Ziegeleigeländes bei Günzenhausen ist sich das Rathaus jetzt mit den Eigentümern und Anliegern einig – bloß im Gemeinderat selbst gibt es Gegenwind. Der Bauleitplan wird nun aber überarbeitet, um neue Projekte zu ermöglichen.

Die einstige Ziegelei sollte eine kleine Gewerbeansiedlung für Handwerker und örtliche Betriebe werden mit dem Zusatz, jedem Betrieb ein Wohnhaus zuzuordnen. Aktuelles Problem ist nun, dass ein uraltes Mietshaus mit Bestandsschutz auf dem Gelände abgerissen und ersetzt werden soll; ein Neubau wäre in dieser Form des Gewerbewohnens aber nicht zulässig.

Folglich soll der Leitplan modifiziert werden. Dazu haben sich Gemeinde und Anlieger nun auf einen Modus verständigt, wie die Erschließungsstraßen künftig unterhalten werden. Im Bauausschuss des Gemeinderats rügte Leon Eckert aber „eine Zersiedelung“ durch die neuen Planungsvorgaben. Georg Bartl kritisierte ebenfalls, dass die Entwicklung „zu stark in Richtung Wohnen“ forciert werde.

Für das abzureißende Wohnhaus sollen zwei neue entstehen können, zudem werden zwei neue Baufenster eröffnet für Gewerbe plus Wohnen – wobei allerdings nirgends garantiert werden kann, dass dieses Gewerbe auch realisiert wird oder was bei einer eventuellen Betriebsaufgabe geschähe. Thomas Bimesmeier, Leiter des Gemeindebauamts, zeigte sich dennoch überzeugt, dass man mit den leitplanerischen Vorgaben die Entwicklung „gut im Griff“ haben werde.

Otmar Dallinger und Bernhard Wallner plädierten für die Entwicklung, selbst wenn sie einseitig in Richtung Wohnen ginge. Mit 10:3 Stimmen billigte der Ausschuss die Neuplanung. Ausdrücklich wurde im Beschlusstext aufgenommen, dass „die Wohnnutzung untergeordnet bleiben“ solle.

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