Lesermail zum Artikel „Mehr Straßinnen“

Hallo Herr Eckert,

interessant, dass Sie als Beispiel „Anke-Martiny-Straße“ erwähnen, nicht aber Ada Lovelace, Simone de Beauvoir (ohne e wäre es ein Mann; so steht’s im Artikel) und Olympe de Gouges. Gerade bei den französischen Namen habe ich selbst Schwierigkeiten.

Auch Albert Camus ist kein gutes Beispiel. Denn gerade hier bin ich einigen Menschen begegnet (z.T. dort sogar wohnhaft), die nicht wussten, dass es „Kamü“ ausgesprochen wird.

Ich persönlich bin froh, nicht in einer sperrigen Bindestrich-Straße à la Prof-Kurt-Huber-Straße zu wohnen. Es wurde gemacht, aber wer sagt, dass das in Ordnung war?

Aber vielleicht finden sich Bürger/innen, die gute Namensvorschläge haben. Die bestehenden Frauennamen sind gelungen ausgewählt. Ich bleibe aber dabei, andere Namen vorzuziehen. Diese Namensdiskussion gibt es ja in ganz Deutschland. Und wer weiß, welche Untaten oder Meinungsäußerungen aus der Vergangenheit einer Persönlichkeit dann doch noch auftauchen, die der aktuelle Zeitgeist nicht gutheißt. Dann ist man wieder am Umbenennen.

Martin Binder

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