Bunte Koalition für Thaler

Acht Gruppierungen werden wohl bei der Kommunalwahl 2020 in Eching antreten – fünf davon haben sich zusammengetan und bei einer gemeinsamen Veranstaltung am Donnerstag im ASZ den amtierenden parteilosen Bürgermeister Sebastian Thaler als Kandidaten zur Wiederwahl 2020 nominiert.

Die SPD hatte den damals 30jährigen ortsfremden Quereinsteiger bei der außertourigen Bürgermeisterwahl 2016 überraschend nominiert; Grüne, „Bürger für Eching“ und „Echinger Mitte“ bekundeten in der Folge ihre Unterstützung für Thaler. Diesmal entschlossen sich die Partner gar zu einer gemeinsamen Nominierung, die ÖDP als neuer Player in der Ortspolitik schloss sich an.

Thaler wird nun – im Gegensatz zu seinen Herausforderern von CSU und FW – auf keiner Gemeinderatsliste stehen und damit für keine Partei Stimmen einsammeln, sondern überparteilich nur für das Bürgermeisteramt kandidieren. Seine Kampagne für eine eventuelle zweite Amtsperiode hat er „Gemeinsam. Weiter. Gestalten.“ überschrieben.

„Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben“, leitete SPD-Vorsitzender Carsten Seiffert die erneute Nominierung ein. Thaler sei das Amt „mit viel Elan angegangen“, habe sich aber „dujrchaus Widerständen“ stellen müssen, spielte er auf die regelmäßigen Konfrontationen im Gemeinderat an.

In den nur dreieinhalb Jahren Amtszeit habe Thaler „viel angestoßen“, würdigte Vorstandssprecher Axel Reiß für die Grünen, daher solle er „die Chance bekommen, seine Arbeit fortzusetzen“. „Die Ideen, die er noch hat, die braucht Eching“, sagte BfE-Vorsitzender Manfred Wutz.

Die ÖDP, die – wohl auf einer gemeinsamen Liste mit BfE und EM – erstmals in Eching kandidieren wird, hat sich ebenfalls zu Thaler bekannt. Es gebe auch unterschiedliche Ansichten, betonte Vorstandsmitglied Susanne Rauschmayr, aber die würden offen ausgetragen, „da muss sich niemand verbiegen“.

Die Kooperation der Gruppierungen zur gemeinsamen Nominierung entspreche exakt dem Ansatz der ÖDP: „Zusammenkommen und gemeinsame geistige Arbeit ist genau das, was wir unter Politik verstehen“. EM-Vorsitzender Bertram Böhm schließlich bilanzierte: „Er ist einfach der Beste für die Gemeinde.“

Die formale Abstimmung schließlich brachte hundertprozentige Zustimmung bei den 40 Mitgliedern der fünf Gruppierungen, zwei Stimmzettel wurden ungültig abgegeben.

Die „FoS“ (Friends of Sebastian): (Bild ob., v. li.) Bertram Böhm („Echinger Mitte“), Axel Reiß (Grüne), Susanne Rauschmayr (ÖDP), Kandidat Sebastian Thaler, Manfred Wutz („Bürger für Eching“) und Carsten Seiffert (SPD).

 

 

 

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