Seeufer wieder ins Schutzgebiet

Das noch nicht angelegte Nordwest-Ufer des Hollener Sees soll wieder in das umgebende Landschaftsschutzgebiet integriert werden. Das fordern die Grünen in einem Antrag an den Gemeinderat. Dies wäre „richtungweisend für den Erhalt eines breiten unbebauten Gürtels zwischen Unterschleißheim und Eching“, sagte Gemeinderat Leon Eckert.

Das Gebiet war 2010 vom Kreistag Freising auf Echinger Wunsch aus dem Landschaftsschutzgebiet „Freisinger Moos und Echinger Gfild“ ausgeklammert worden, um die damalige Thermenplanung zu ermöglichen. Die Therme sollte damals in ein zumindest auf dem Papier weitreichendes Gewerbegebiet eingegliedert werden.

Diese Pläne sind ziemlich begraben, die Ausklammerung aus dem Schutzgebiet aber blieb bestehen. Zuletzt hatte Bürgermeister Sebastian Thaler damit geliebäugelt, die Schutzstellung der Fläche als Faustpfand einzusetzen, wenn andere Bereiche ausgeklammert werden sollen.

Die Grünen fordern jetzt eine vorbehaltlose Rückkehr inSchutzgebiet. Die damalige Isolierung sei „wie ein Dorn im Landschaftsschutzgebiet“, moniert Eckert. Gemeinderätin Siglinde Lebich fordert, sich „ganz dem Gestalten eines naturnahen Hollener Sees zu widmen“. Das wäre „in einem dichten Siedlungsraum wie dem Münchner Norden eine Besonderheit“.

Durch die Herausnahme der Flächen sei „die Schutzwirkung zur Aufrechterhaltung des regionalen Grüngürtels und als Puffer für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet im Süden geschwächt“, argumentieren die Grünen ökologisch.

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