Eine Straße für die Radler

Eching hat jetzt eine erste Fahrradstraße. Sie verläuft vom Neubaugebiet an der Böhmerwaldstraße südlich an der Bahnlinie bis zum Bahnübergang an der Ohmstraße im Gewerbegebiet Ost.

In Fahrradstraßen gilt für alle Verkehrsteilnehmer Tempo 30 km/h. Die Fahrradstraße ist für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt, einzig der Linienbusverkehr ist erlaubt. Aufgrund der Ausweisung als Fahrradstraße müssen die Busse besondere Rücksicht auf Fahrradfahrer nehmen.

Es ist beispielsweise erlaubt, nebeneinander mit dem Rad zu fahren, wobei das Rechtsfahrgebot zu beachten ist. Auf der Südseite der Fahrradstra0ße wird weiterhin ein Fußweg markiert bleiben.

Nach der Verlegung von Glasfaserleitungen entlang der Bahnlinie wurden Teile dieser Verbindung neu asphaltiert. Der verbleibende Fuß- und Radweg zwischen Böhmerwaldstraße und S-Bahnhof wurde gerade erneuert. Auf dem Teilstück zwischen Böhmerwaldstraße und Paul-Käsmaier-Brücke wird nach Abschluss der Bauarbeiten des Baugebiets ein neuer Fuß- und Radweg angelegt werden.

„Unser Ziel ist es, eine möglichst flächendeckende und sichere Infrastruktur für Radfahrer zu bieten“, sagte Bürgermeister Sebastian Thaler zur Eröffnung der Fahrradstraße. Ein erster Versuch, eine Fahrradstraße auf der Hollerner Straße außerhalb des Ortes zu installieren, war von einer Gemeinderatsmehrheit noch abgelehnt worden.

Bei der Freigabe der Fahrradstraße: (v. li.) Mobilitätsbeauftragter Leon Eckert, Christian Hirth und Markus Kistler vom Gemeindebauhof, Bauamtsleiter Thomas Bimesmeier und Bürgermeister Sebastian Thaler.

2 Lesermails

  1. Mit erschließt sich nicht ganz, wie die Ausweisung einer Straße, die schon seit Jahrzehnten nicht für den normalen Verkehr freigegeben war, eine signifikante Verbesserung für die Fahrradgemeinde Eching bedeutet. Vielleicht reicht das um sich von der Note 3,7 auf 3,6 zu verbessern. Es wirkt aber eher wie politisches Streufeuer und nicht wie eine echte Verbesserung.

    Ausgewiesene Fahrradwege in Bahnhof- und Heidestraße sowie der Ausbau von Radwegen wäre aber wohl schwieriger zu erreichen gewesen und man hätte auf das Foto länger warten müssen.

    Echte Innovationen sind in Eching leider nicht sichtbar. Öffentliche Ladestationen für E-Fahrräder und -PKW, ein kommunal gestützter Fahrradverleih wie in Garching oder Förderung von Lastenfahrrädern gibt es bisher nicht.

  2. Hurrah, hurrah, das Schild ist da!

    Bleibt die Frage, ob die Sperrung für Kraftfahrzeuge aller Art (außer den Bussen, die momentan dort aber nicht fahren) auch mal durchgesetzt wird. Sobald die Geschäfte im Industriegebiet wieder geöffnet haben, wird der Schleichverkehr Richtung Ikea und zurück nämlich wieder los gehen. Ich hoffe auf Sanktionierung!

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