Neues Rathaus (5): Infos und Historie

Der vierte Stock bietet Ausblicke über Eching und im Süden auch bis München.

Ab 1972 wurde das Rathaus an der Hauptstraße errichtet; damals hatte Eching knapp über 5000 Einwohner. Zur Jahrtausendwende näherste sich Eching der Marke von 13.000 Einwohnern – das Rathaus wurde deutlich zu klein.

Dazu war das Sichtbetongebäude dringend sanierungsbedürftig: der Brandschutz war nicht mehr auf der Höhe der Zeit, energetisch war das Haus vormodern und zudem auch nicht barrierefrei. Das Flachdach war teilweise undicht und die Fenster boten keinen angemessenen Schutz vor Hitze, Kälte und Straßenlärm.

2010 schließlich war die Architektengemeinschaft Wehkamp-Köhler mit der Generalsanierung und Erweiterung des Rathauses beauf­tragt worden, in der politischen Debatte wurde das Projekt dann aber immer wieder zurückgestellt.

2014 bescheinigte ein Gutachten, dass die Stahlbetonkonstruktion des Gebäudes tauglich für einen Umbau tauglich sei. Seit Ende 2014 wurde das Projekt konkret vorbereitet. So fasste der Gemeinderat nach intensiver Debatte mit knapper Mehrheit den seinerzeit höchst umstrittenen Beschluss einer Sanierung statt eines Neubaus.

Im November 2017 wurde der Bauantrag eingereicht, die Baugenehmigung erfolgte im März 2018 und Baubeginn war im Oktober 2018. Die Gemeindeverwaltung zog in angemietete Räume des ehemaligen Baukonzerns „Alpine“ im Gewerbegebiet Nord um. Eine Art Grundstein wurde beim Richtfest gesetzt…

Zuerst wurde das alte Rathaus bis auf den Rohbau, das Stahlbetongerüst, entkernt, dann nach Osten, in Richtung Pfarrkirche St. Andreas der Erweiterungsbau geschaffen. Das alte Rathaus endete da, wo jetzt die östlichen Pfeiler der Zugänge sind.

Die Fassade wurde als Holz-Pfosten-Riegelfassade mit Tonplatten aus niederbayerischer Produktion ausgebildet. Das Rathaus wird mit Fernwärme aus dem Biomasseheizkraftwerk in gemeinsamer Trägerschaft mit Neufahrn geheizt, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach dient der Stromversorgung des Gebäudes. Das Kühlsystem für die Lüftung wird durch zwei bereits bestehende Grund­wasserbrunnen am Bürgerplatz gespeist.

Und so sieht das Rathaus im Grundriss aus.

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