Kommentar: Wappen und Logo sind einer zu viel

Der neue Logo-Entwurf für die Gemeinde ist deutlich besser als der erste von 2019, das ist keine Frage. Dennoch ist das entscheidende Problem weiter ungeklärt: Was soll ein Logo neben einem Wappen? Was ergibt das für eine seltsame Außendarstellung?

Das Rathaus hat es versäumt, diese Debatte auszutragen. Insofern gelten noch die gleichen Gedanken wie vor zwei Jahren: Ein Logo neben dem Wappen, das sich nicht darauf bezieht, ist kontraproduktiv.

Zu überdenken wäre daher weiterhin, ob das Wappen nicht modifiziert werden sollte. Auch hier die gleiche Argumentation wie 2019: Das Wappen ist kein historischer Schatz, den man unbedingt bewahren müsste; es wurde 1967 in eine Münchner Behörde als Willkürentscheidung festgelegt, zu einer Zeit, als Eching noch nicht viel mit dem Ort zu tun hatte, als der es sich heute präsentiert.

Als historisch bewusster Echinger müsste man das Wappen ohnehin weniger verteidigen denn als Themaverfehlung ablehnen. Den Mohr des Freisinger Fürstbistums tragen jene Orte im Wappen, die auch über Jahrhunderte ihrer Geschichte dem historischen Bischofsstaat angehörten.

Das aber war in Eching nie der Fall. Das Signum Freisings wurde ins Wappen implementiert, weil die Kirche hier im Mittelalter mal Grundstücke besaß. Und das soll das Eching des 21. Jahrhunderts abbilden?

Das Gemeindewappen ist historisch falsch, absolut beliebig und anachronistisch. Seine Ablösung ist überfällig. Ein diesmal gelungenes Logo als Alternative sollte eine Diskussionsgrundlage dafür bilden können.

Ein Lesermail

  1. Ja, richtig, das Logo ist zuviel.

    Dieses Geld hätte man sich sparen können. Damit hätte man auch mehr Zeit für die wichtigen Dinge in der Gemeinde.

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