Welle verebbt

Einen Surfpark um Ufer des Hollerner Sees wird es wohl nicht geben. Hinter den Kulissen ist offenbar schon entschieden, die Pläne nicht weiter zu verfolgen.

Zuletzt hatte der Gemeinderat beschlossen, das nordwestliche See-Ufer wieder in das Landschaftsschutzgebiet „Freisinger Moos und Echinger Gfild“ eingliedern zu wollen. Für einen Surfpark hätte aber parallel am Südufer eine Fläche aus dem Schutzgebiet ausgeklammert werden müssen.

Da dies nicht beantragt und in der Debatte nicht einmal erwähnt wurde, scheint das Projeklt gestorben. Dem Vernehmen nach hat sich der Naturschutzbeirat des Freisinger Kreistags negativ zu den Plänen ausgesprochen. Und der Gemeinderat hat sich wohl auch bereits nichtöffentlich mit der Zukunft des Projekts befasst und offenbar ebenfalls den Daumen gesenkt.

Damit sind jetzt alle weitergehenden Pläne für das größte Erholungsgebiet der Region abgesagt, angefangen von der Reiz-Planung Therme. Auch die Anregungen, die in den diversen Bürgerbeteiligungen und Planungsgutachten eingebracht wurden, sind weitestgehend alle verpufft.

Gerade werden wohl für die am Südufer vorgesehene Gaststätte mit ganzjähriger Gastronomie die Bauanträge vorbereitet. Und die Anliegergemeinden Eching und Unterschleißheim planen über ihren gemeinsamen Zweckverband einen Abenteuerspielplatz am See.

Ansonsten aber sind die vom Erholungsflächenverein der Region München angelegten Badestrände die gesamte Nutzung des einstigen Baggersees. Südöstlich des Sees, zwischen Ufer und Straßenböschung, war in früheren Planungsstadien ein Caravan-Stellplatz geplant, später liebäugelte das Rathaus mal mit einer Aussiedlung der Fußballplätze an den See. Beide Projekte scheinen ebenfalls im Sande verlaufen, auch für diese Ecke wurde das Landschaftsschutzgebiet nicht korrigiert.

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